über Albanien

 

Ein wichtiges Merkmal Albaniens ist die lange Tradition religiöser Toleranz. Wie der Poet Pashko Vasa sagte: "Die Religion Albaniens ist der Albanismus” – damit unterstreichend, dass für alle Albaner, egal welcher Religion sie auch angehören, ihr eigenes Land und ihre Landsleute im Vordergrund stehen.

Laut Statistik bekennen sich die Albaner zu 70% zum Islam, 20% zur orthodoxen Kirche und 10% zum Katholikentum, wobei Atheisten nicht erfasst werden. Was interessant ist für ein Land, das einmal der erste und einzige atheistisch Staat der Welt war (1967-1992). Die Religionszugörigkeit jedes Einzelnen wird heutzutage mit einem hohen Maß an Respekt und Diskretion behandelt.

Faszinierend sind auch die Überbleibsel aus kommunistischer Zeit in Albanien: tausende kleine Bunker die zur Verteidignung über das ganze Land verstreut wurden, die sozialistische Architektur und überdimensionierte Kunstwerke. Während andere ehemalige kommunistische Staaten versuchen, ihr sozialistisches Erbe zu verstecken, wird dieses in albanien zur Schau gestellt. Hier hat man sich auch noch einen gesundes Mißtrauen gegenüber den Heroen des globalen Kapitalismus bewahrt: man sucht vergeblich nach internationalen Hotel- und Fast-Food-Ketten ketten. Es gibt keuine Starbucks oder McDonalds, keine Hiltons oder Kempinskis, keine Aral oder Agip Tankstellen und erst recht keinen Penny, Lidl oder Metro. Dafür aber unzählige Tante-Emma-Läden, familiär gefüherte Restaurants und Unterkünfte.

Sicherlich, es gibt auch etliche sogenannte Casinos mit Spielautomaten und Bars die das Nachtleben von Tirana erfüllen. Sie sind nicht unterscheidbar von denen in Paris, Rio oder Tokio, ziehen wie dort die Schönen und Reichen an in ihren protzigen Autos. Aber sie sehen daneben im Stadtzentrum auch zerfallene Häuser, Straßenhändler, ein paar bettler und gelegentlich ein Pferdefuhrwerk.

Erinnern sie sich noch an die Zeit, als man in Europa nach dem Überschreiten einer Grenze ein Wörterbuch benötigte, ein anderes Geld oder gar gettonis um telefonieren zu können?

Willkommen im alten Europa, wo man für 140 Leks einen Euro bekommt und man Hilfe benötigt um die Speisekarte zu lesen. Die Schilder sind nicht dechiffrierbar; die albanische Sprache ist eine der ältesten in Europa und bildet eine eigne Sprachgruppe für sich.

Albanien, so groß wie Belgien, bietet eine erstaunliche geografische und klimatische Vielfalt: alpine Bergregionen, zahlreiche Flüsse und Seen, dichte Wälder und großflächige Nationalparks - und 360 Kilometer Mittelmeerküste mit oft einsamen Stränden; UNESCO Weltkuturerbe und bedeutende archäologische Stätten; und griechischen, bulgarischen,türkischen und italienischen Einfluß auf den Alltag. Albanien, das ist ein Mikrokosmos der Geschichte und Kultur des Balkan.

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