Vorbilder für die Jugend

Über die Jahrtausende hinweg bewiesen Omanis als Seefahrer großen Pioniergeist. Heutzutage sitzt die Jugend wie fast überall auf der Welt bevorzugt vor dem Fernseher oder befasst sich mit den virtuellen Welten des Internets und der Smartphones. Doch es gibt etliche Persönlichkeiten im Land, die mit ihren Leistungen und internationalen Erfolgen zeigen, dass man die Welt auch heute immer noch real erobern kann.

Sultan Al Tooqi
gewann mit 17 Jahren bei der 2010 erstmals ausgetragenen Jugendolympiade in Singapur die Silbermedaille im Springreiten mit dem gemischten Team von Australien/Asien. Die erste und bislang einzige Medaille für einen Omani bei Olympischen Spielen.

Ali Al Habsi
hat es als omanischer Fußballer nach ganz oben geschafft. Seit vielen Jahren der beste Torwart der Golfregion, spielt er zur Zeit bei Wigan Athletic in der English Premier League und zählt dort neben Edwin Van der Sar und Ben Foster zu den drei besten Torwarten. Wigan Athletic wählte ihn zum Spieler des Jahres der Saison 2010/2011.

Khalid Al Siyabi
IT Fachmann, bestieg 2009 als erster Araber den 7145 hohen Mount Pumori und 2010 als erster Omani den Mount Everest. »Da fehlt etwas in dem Leben unserer Kinder heute.... Wir müssen ihnen mehr Herausforderungen geben und die Gelegenheit, Probleme selber zu lösen.... Berge sind die perfekte Umgebung, um dies zu tun.«

Ahmad al Harthy
Belegte als erster Araber 2009 den zweiten Platz bei der Protyre Formula Renault BARC Championship in Hampshire, England. Al Harthys Erfolg weckt Hoffnungen für Omans junge Motorsportfans - denn auch Formel Eins Größen wie Lewis Hamilton und Kimi Raikkonen begannen hier ihre Karriere.

Muna Al Shanfari
dreifache Mutter, arbeitet in einer Privatbank, bestieg 2010 als erste omanische Frau den Kilimanjaro. »Wenn du einen Traum hast wie ich, leg los und versuch ihn zu realisieren, insbesondere als Frau.«

Fatma Al Nabhani
ist der aufstrebende Tennisstar Omans. Sie verbesserte ihr Ranking bei der International Tennis Federation ITF innerhalb nur eines Jahres von Platz 1052 auf Platz 372. »Mental geht es darum, eine starke Persönlichkeit zu sein. Ich habe den Leuten hier klar gemacht, dass eine Frau Athlet sein kann, dass eine Frau in internationalen Wettbewerben teilnehmen kann. Die Ziele werden immer höher, aber man muss sie anpacken.«

Nabil Al Busaidi
erreichte am 29. April 2009 nach 650 Kilometern Fußmarsch als erster Araber den magnetischen Nordpol. »Ich möchte, dass die Menschen in Oman stolz sind auf das, was ich erreicht habe, deshalb nenne ich mich heute nicht Nabil sondern Shabab (dt: die Jugend von) Oman.

 

Sami al Shukaili und Fahad al Hasni
sind Mitglieder des international erfolgreichen Extremsegel-Teams von Oman: Die omanischen Katamarane »The Wave Muscat« und »Oman Sail Masirah« belegen seit 2010 bei Rennen der »Extreme Sailing Series« die vorderen Plätze und haben im Mai 2015 einen neuen Weltrekord bei der Umsegelung von Irland und Großbritanien aufgestellt.

Hiba Al Rahbi
Soldatin bei der Royal Cavalry, ist zur Zeit die beste Reiterin Omans. Sie hat als einzige von 12 Geschwistern das Reiten gelernt und beherrscht nahezu alle Disziplinen: Trick-, Dressur-, Rennreiten und Polo. Bei internationalen Wettbewerben im Dressurreiten zählt sie immer zu den Besten. »In der Vergangenheit nahmen die Leute Frauen nicht immer ernst und belächelten die Idee, dass Mädchen reiten. Aber nun kann jeder sehen, welch starkes Frauenteam wir haben. Wir können alles, was männliche Reiter tun.«