Selbstfahrerreise mit Geländewagen, Südoman mit Wadi Shuwaymiyah

Sehr geehrte Frau Popp,

ich hoffe, Sie haben selbst auch schöne Tage im Oman verbracht.

Abgesehen von der kleinen "Aufregung" bzgl. Mietwagen am ersten Morgen, haben wir eine wunderschöne und sehr intensive Zeit im Oman verbringen dürfen.

Die Fahrt in Wadi Shuwaymiyah hat sich gelohnt und das Resthouse vor Ort würden wir als deutlich besser als seinen Ruf bewerten (wer hatte denn das Frühstück für uns bestellt?). Vielen Dank auch für den Restaurant-Tipp vor Ort, der Fisch war sehr lecker. Wir können nun noch einen Tipp für den besten Tee Karak weitergeben, in der Ortsmitte ist ein kleines Cafe namens "Fatuma Karkak", dort gibt es leckeren Gewürztee und "Omani Bread" (mit Frischkäse und Honig).

Noch zwei Sätze zu den Arabian Sea Villas... es ist in meinen Augen immer noch ein kleiner "Geheimtipp" in einer Traumlage, man trifft sehr kurioses Publikum vor Ort und das gemeinsame Frühstück auf der Dachterrasse ist einfach traumhaft.
Leider wird meiner Meinung nach zu wenig in das Haus investiert, wir hatten drei Tage kein warmes Wasser in der Dusche, der nette Mitarbeiter aus Bangladesch bemühte sich und hat es dann irgendwann auch hinbekommen... er erklärte auch, daß die Fenster zu den Balkons (die Türen lassen sich nur noch mit einiger Trickserei bewegen) irgendwann ausgetauscht werden müssten...alles Kleinigkeiten, die mit überschaubarem finanziellem Aufwand die Pension wieder in ein Schmuckstück verwandeln würden...

Und noch ein allgemeiner Punkt liegt mir etwas am Herzen... ich weiß nicht, inwieweit Sie als Reiseunternehmen Kontakt zu omanischen Behörden haben und Ideen einbringen können. Ich habe nur mit Entsetzen gesehen, wie man dort mit der eigenen alten Baukultur (Mirbat, Sadah, auch Taqah) umgeht - im Moment wären viele der alten Kaufmannshäuser wahrscheinlich noch zu retten, aber in 10 Jahren dürfte das Meiste wohl verfallen sein. Mir ist klar, daß - wie hier in Deutschland ja auch häufig der Fall - die Menschen lieber in moderneren Häusern leben möchten und das Bewußtsein für die eigene alte Kultur erst wächst, wenn vieles bereits verloren ist. Vielleicht haben Sie die Möglichkeit, diesen Punkt mal mit offiziellen Stellen anzusprechen.

Alles in allem hat sich unser positives Bild des Landes, das wir ja bereits 2003 bereisten, wieder bestätigt. Hoffen wir, daß es noch lange so bleibt, bzw. daß die Region sich irgendwann wieder so beruhigt, daß auch der Jemen wieder als Reiseland interessant wird.


Viele Grüße
Christa

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