Studien- und Begegnungsreise mit Heiner Walther nach Jordanien 2018

Selbstfahrer-Tour, Dezember 2006

Sehr geehrter Herr Popp,

wieder zurück aus Jordanien in Berlin. Diesmal kein Reisebericht, wie vor gut acht Jahren, als ich  über die von Ihnen organisierte aber selbst durchgeführte Reise durch den Oman begeistert berichtet hatte.

Für uns war eine geführte Reise in dieses komplizierte Land richtig. Selbst hätten wir sie als Nicht-Orientalisten nicht machen wollen. So aber haben wir einen umfassenden (wenn auch kritischen) Einblick in das Leben in diesem Land, seine Kultur, die Landschaft, Politik und Geschichte gewonnen.

Unser Dank dafür – neben der nahezu perfekten Organisation durch Arabia Felix und des jordanischen Büros Camera Tours – gilt besonders Mahmoud (Issa Younis) !!

Mahmoud verfügt aus unserer Sicht über ein umfassendes Wissen über alle Belange  seines Landes und der gesamten Region, sei es Geschichte, Politik, Geografie, Lebensweisen -  und.. und.. und. Da er 10 Jahre in Berlin gelebt hat spricht er auch mit seiner kräftigen Stimme ein sehr gutes  Deutsch und kennt alle Nuancen unserer Sprache.  Ein perfekter Gesprächspartner für uns, wie selten bei einheimischen Reiseführern. Zu betonen ist sein Engagement, uns das Leben und Denken in seinem Land und der Muslime zu beschreiben und auch näher zu bringen. Dazu gehören manchmal auch Ansichten, die für uns überraschend sind und die wir nicht teilen können oder wollen. Aber vielleicht gehört gerade das dazu, wenn man ein fremdes kompliziertes Land etwas kennen und verstehen lernen will.

Kurz: In der Hauptsache war Mahmoud der, der uns Jordanien nicht nur ausführlichst gezeigt sondern auch erklärt hat. Sein „Sendungsbewußtsein“  in dieser Hinsicht ist bei uns nur positiv angekommen. Mahmoud war für uns jederzeit auch einzeln ansprechbar, hilfs- und auskunftsbereit. Sehr schön war auch, dass er die Gruppe zu sich nach Hause einlud. Ohne sein Wissen über alle Straßen-, Parkplatzverhältnisse und sein gutes Einschätzen von zeitlicher Ordnung im Tagesablauf wären wir nicht nur im Toten und Roten Meer tatsächlich, sondern im negativen Wortsinn auch ansonsten manchmal „baden“ gegangen.

Wir empfehlen also unbedingt, Mahmoud für eine weitere Jordanien-Reise wieder zu gewinnen. Wir haben nichts dagegen, wenn Sie Mahmoud etwas über unsere gute Bewertung mitteilen,  auch den ganzen Textteil.

Überraschend war der zunächst als überflüssiger Lückenfüller empfundene abschließende Besuch bei der Hanns-Seidel-Stiftung. Die Veranstaltung wurde dann ein Highlight zum Schluss der Reise! Unbedingt beibehalten!! Zur Abrundung unserer Erlebnisse im Land waren die ausgewogenen und immer nachvollziehbaren Beschreibungen der Probleme dieses Landes durch einen 10 Jahre dort lebenden Deutschen ganz wichtig. Als selbst überhaupt nicht CSU-nah empfehle ich dringend für künftige Jordanien-Reisen den Besuch dieser Stiftung am Ende - zumindest, solange es bei dem dortigen Personal bleibt. Besser geht es nicht! Wir hätten noch lange diskutieren und uns berichten lassen können.

Bei dem Programm-Ablauf sollte es bleiben. Das SOS-Kinderdorf sollte entfallen. Ein besseres Hotel in Petra wäre wünschenswert. Das Camp im Wadi Rum ist abgewohnt, die Hütten selbst waren o.k. Die Strand-Situation in Aqaba war enttäuschend. Baden konnte man an der mit dem Bus erreichbaren gelobten Strandanlage nur von einem Bootssteg aus (nur aus großen Steinen bestehender kaum begehbarer Strand). Beim Roten Meer denkt man, dass einem auch Korallen näher gebracht werden. Hier keine Möglichkeit dazu, nicht einmal einen Hinweis darauf. Blieb nur das Baden.

Bei dem umfassenden Überblick, der uns vom Land vermittelt wurde, vermisste ich einen Abstecher zur Kreuzfahrerburg KERAK, welche wegen eines Überfalls aus allen Reiseprogrammen gestrichen wurde.

Ein Hinweis – gleich für den Reisebeginn: Die Treffpunktangaben am Flughafen Frankfurt waren unzureichend. (...) Die gesamte Gruppe traf sich mit Herrn Walther erst nach Ankunft in Amman. Der hatte Probleme gehabt mit der Anreise – o.k. Vielleicht sollte das Zusammentreffen der Gruppe wirklich erst für Amman vorgesehen werden.

Wir danken für die sehr schöne und informative Reise. Die letzten Bemerkungen für evtl.  Verbesserungen beeinflussen in keiner Weise unseren positiven Gesamteindruck. Wir warten  ja noch auf eine Reise nach Albanien in 2019!

Mit herzlichen Grüßen

Rudolf und Monika

P.S. In meiner Mail fehlen u.a. natürlich die tollen Erlebnisse von 2 Tagen Petra (bei den zwei Tagen sollte es unbedingt bleiben), der eindrucksvolle Besuch in der Beduinenschule, das Baden im Toten Meer - und die Fahrt zum Jordan/Bethanien mit der  hautnahen "Besichtigung" des Tauftourismus auf der israelischen Seite. Letzteres mag nicht jedem gefallen, für uns war dieses Erlebnis auch eine  Besonderheit der Reise, die wir empfehlen beizubehalten. Auch der von Herrn Walther wegen der Länge der Fahrt vielleicht nicht ganz so gern gesehene Programmpunkt zu den drei Wüstenschlössern war richtig! So kamen wir auch etwas in den Osten und bekamen einen Eindruck von der eben nicht ganz so schönen Wüste Jordaniens (mit den Wüsten Omans verglichen; Anmerkung der Redaktion). Wichtig  (...) war für uns auch das Auseinandersetzen mit den politischen Problemen durch das Vorbeifahren an dem (aus der Türkei verlegten) Bundeswehrstützpunkt und ein großes Flüchtlingslager für 30.000 Syrer und Iraker. Diesen Weg scheint unser regierender Bürgermeister bei seinem Besuch als Bundesratspräsident vor wenigen Tagen auch auf sich genommen zu haben.

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