Die Nekropole von Baat und sogenannte Bienenkorbgräber bei Al Ain.

Das westliche Hadjar-Gebirge ist reich an prähistorischen Fundstätten, die meisten datieren aus dem 3. Jahrtausend vor Christus. Von höchstem wissenschaftlichen Rang ist zweifelsohne eine in den 70er Jahren nördlich von Baat entdeckte Siedlung mit Nekropole: die größte bisher bekannte Anlage aus der Umm al-Nar Zeit (2500 - 1800 v. Chr.).

Zu der Siedlung gehört eine Reihe von sogenannten Bienenkorb-Gräbern. Sie wurden inzwischen von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Außer diesen Gräbern stieß man hier auch auf Turmfundamente mit einem Durchmesser von bis zu 15 Metern.

Allerdings ist ihre genaue Funktion nicht geklärt, aber man geht davon aus, dass es sich bei den ursprünglich bis zu zehn Meter hohen Bauten um Fluchtburgen handelte.

Die Bienenkorbgräber bei Al Ain, ca 25 km östlich von Baat, nördlich des Ortes Amla, liegen malerisch auf einem Hügel nahe der Oase Al Ain, vor der spektakulären Kulisse des Jebal Mishd. Dass es sich bei den allseits als Bienenkorbgräber bezeichneten Bauten tatsächlich um Nekropolen handelt, ist nicht eindeutig bewiesen. Die Bezeichnung setzte sich durch, denn sie erinnern in Form und Aussehen an auf dem Gebiet der heutigen VAE gefundene Grabbauten.

Seit 2004 betreut das omanische Ministry of Heritage & Culture ein umfassendes Projekt in enger Kooperation mit der University of Pennsylvania Museum (Philadelphia, USA), dem Tokyo Institute of Technology (Tokyo, Japan), dem Deutschen Bergbaumuseum (Bochum, Deutschland) und der Universität Tübingen (Deutschland), für die Dokumentation, Erforschung und Erhaltung der Archäologischen Funde in Bat, Al-Khutm und Al-Ain.

Eins der Bienenkorbgräber von Baat wurde im 2017 neu eröffneten Nationalmuseum in Muscat rekonstruiert.