Feste und Feiertage

Feiertage und Wochenenden weichen grundsätzlich von europäisch christlich geprägten Gewohnheiten ab.

Das omanische Wochenende ist nach europäischer Zeitrechnung am Freitag und Samstag. Der arabische "Sonntag" fällt somit auf den Freitag. Behörden und auch die meisten staatlich geführten Museen oder Festungen sind am Freitag geschlossen.

Einziger nicht-religiöser Feiertag ist der Nationalfeiertag, der immer am 18. und 19. November (oder auch ein paar Tage danach) begangen wird. Schon Tage vorher werden Laternenpfähle, Autobahndämme, Häuser und Souqgassen, teure Cheeps und einfache Toyotas mit der weiß-rot-grünen Landesflagge und mit entsprechend farbigen Lichterketten und - vorhängen aufwendig geschmückt. Omanis lieben ihren Herrscher, der so viel für das Land getan hat - und feiern den Nationalfeiertag und die Errungenschaften von Wohlstand und Frieden der letzten Jahrzehnte in ehrlicher Fröhlich- und Dankbarkeit. Mit hupenden Autokolonnen und spontane Feiern mitten am Highway  - und mit einem entsprechend einhergehenden Verkehrschaos -  ist in jedem Fall zu rechnen. Reisenden, die den Tag in Oman verbringen kann nur geraten werden: Lassen Sie sich anstecken, kaufen Sie auch ein Fähnchen zum Schwenken - Omans kluge Politik ist in vielen Facetten - kulturell bedingt anders strukturiert als westliche Systeme - ein Kompliment wert.

Alle anderen Feier- und Festtage sind religiösen Ursprungs und folglich an den islamischen Kalender gebunden.

Der islamische Kalender richtet sich nach dem nur 354/355 Tage umfassenden Mondjahr und verschiebt sich daher jedes Jahr gegenüber der europäischen Zeitrechnung um etwa 11 Tage »nach vorne« . Ein Mondmonat hat nur 29 bzw. 30 Tage.

Die islamische Zeitrechnung beginnt mit der Auswanderung (hedjra) des Propheten Muhammad von Mekka nach Yatrib-Medina am 15./16. Juli des Jahres 622. Zur Umrechnung von Hedjra-Jahren in christliche bzw. gregorianische gilt folgende Formel: Islamische Datierung minus 1/34 davon, plus 622 (Beginn der islamischen Zeitrechnung) = Jahr der christlichen Zeitrechnung.

Geburtstag des Propheten, ein Feiertag am 12. Rabi’al-awal
Leilat al-Meiraj, die Himmelfahrt des Propheten, ein Feiertag am 27. Radjah
Id al-Fitr, vier Feiertage ab dem 1. Shewal, Ende des Ramadan
Ramadan, Fastenmonat
Id al-Adha, fünf Feiertage ab dem 9. Dhu-l-Hiddia, traditionelle Zeit der Besinnung und der Pilgerfahrt nach Mekka (hadj) im letzten Monat des islamischen Kalenderjahres
Neujahr, ein Feiertag am 1. Muharram

Reisen während des Ramadan: Während des islamischen Fastenmonats Ramadan ist es von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang untersagt, in der Öffentlichkeit zu essen, zu trinken oder zu rauchen. Das gilt nicht für Kranke und Reisende sowie Kinder unter zwölf Jahren. Das ganze Land ist in dieser Zeit alkoholfreie Zone, inklusive der Hotels und der Minibars in den Hotelzimmern. Die Restaurants der großen Hotels schenken zwar auch keinen Alkohol aus, haben aber den Tag über für hungrige Nicht-Muslime geöffnet, wie auch viele der Lebensmittelläden. Die Öffnungszeiten verschieben sich allgemein in den späteren Vormittag hinein.

Der Ramadan bietet auch Vorteile und macht eine Reise in dieser Zeit zu einem besonderen Erlebnis: Insbesondere am Abend ist die Stimmung im Ramadan besonders schön, wenn sich die Einheimischen bei Sonnenuntergang zum gemeinsamen Fastenbrechen treffen. Auch z. B. vor kleinen Läden wird dann durchaus die Picknickdecke ausgebreitet und Datteln und Kaffee stehen bereit, bis der „Startschuss“ zum Essen gegeben wird. Die Läden werden für diese Zeremonie z. T. kurzzeitig geschlossen. Die Stimmung im Land insgesamt ist von diesem der Religion gewidmeten Monat förmlich „beseelt“.

Der genaue Beginn des Fastenmonats und der Feiertage richtet sich nach der örtlichen Mondbeobachtung und wird daher erst kurzfristig verkündigt. Aufgrund seiner Lage am östlichsten Rand der Arabischen Halbinsel finden diese Feiertage in Oman oft einen Tag später statt, als im Rest der arabischen Welt.

Termine siehe Reiseinfos A-Z