Frauen in Oman

Die Änderung der Lebensweise und Omans Entwicklung zu einem modernen, offenen Staat trugen dazu bei, die vorherrschenden Praktiken und Ansichten im Umgang mit Frauen zu verändern. Die Regierung gründete Alphabetisierungszentren und machte erfolgreich die Schulbildung für Mädchen verpflichtend - inzwischen mussten sogar an der Universität von Muscat Männerquoten bei den Studienplätzen eingeführt werden.

Außerdem gibt es eine Vielzahl von Vereinen und Gesellschaften, die sich um Frauenangelegenheiten kümmern und mit der Ausbildung sowie dem Ausbau der Fähigkeiten von Frauen betraut sind. In Oman ist die Frau die Gefährtin des Mannes, dennoch sollte sie in der Lage sein ihren Lebensunterhalt sowie das Familieneinkommen selbst zu sichern. An viele Moscheen sind spezielle Gebetsräume für Frauen angegliedert. Frauen lernen den Koran und religiöse Angelegenheiten durch Frauen, die hierauf spezialisiert sind. Zu diesem Zweck wurde das „Zentrum zur religiösen Anleitung von Frauen“ gegründet, in dem auch Frauen lehren.

 

Politische Beteiligung

Auch wenn es in der Vergangenheit einige Diskriminierungen gegenüber Frauen gab, verfügt die omanische Frau heute Kraft des Gesetzes über ihre vollen politischen Rechte. Frauen gelten als ein ebenso staatstragender Teil der Gesellschaft wie Männer.

Sie bekleiden Ministerposten und repräsentieren das Sultanat im Ausland als Botschafterinnen. Weibliche Abgeordnete sind im Majlis Ash Shura (Konsultativrat) und Majlis Oman (gesamtes Parlament) vertreten. Sie haben das Recht, bei Wahlen zu kandidieren und zu stimmen. In der Privatwirtschaft arbeiten Frauen auf allen Ebenen: als einfache Angestellte, in Führungspositionen und auch als Geschäftsführerinnen und -inhaberinnen. Keine Branche ist den Frauen verschlossen. Sie bekleiden alle Arten von offiziellen Posten, dienen im Militär und stellen fast die Hälfte aller Angestellten in der Regierung.