Schiffsbau

In Oman werden noch heute traditionelle Dhaus gebaut.

Zentrum des Schiffsbaus in Oman war und ist die Hafenstadt Sur. In der Schiffsbau-Handwerker Werft an der Lagune von Sur kann man bestauten, wie die Schiffsrümpfe in der sengenden Sonne über Wochen langsam Form annehmen. Zwischen drei und sechs Monate dauert die Fertigstellung einer Dhau, je nach Größe des Schiffes. Dabei wird das Holz, meist aus Indien importiertes Teak, mühsam per Hand mit Hammer, Hobel oder Axt bearbeitet. Nur für größere Arbeiten gibt es mittlerweile Kreissägen oder Bohrmaschinen.

Die Bootsbaustandort in Sur war fast eingeschlafen, inzwischen ist die Nachfrage an hochwertigen, handwerklich hergestellten Schiffen für die Nutzung im Tourismus aber auch für privates Freizeitvergnügen durch den Wohlstand in der Region wieder gestiegen.

Dhau ist übrigens kein arabisches Wort, sondern ein europäischer Sammelbegriff. Die Omanis unterscheiden zwischen verschiedenen Bootstypen, zum Beispiel einer sambuq oder badan. Die großen Ozeansegler, boom genannt, die eine Ladekapazität von bis zu 500 Tonnen hatten, waren noch bis in die 1970er Jahre unterwegs.

> Literaturtipp:

  1. - Fateh Al Khair Oman´s last Ghanja
  2. - In memory of the sambuq