Silberschmiedekunst

Archäologen vermuten, dass Silber schon im 3. Jahrtausend v. Chr. über den Seehandel als Zahlungsmittel nach Oman kam und mit dem Edelmetall auch die Silberschmiedekunst.

Über die Jahrhunderte hinweg entwickelten sich omanische Silberschmiede bei der Verarbeitung des Edelmetalls zu wahren Meistern, vor allem in Nizwa.

Für Frauen wurden Ringe für Ohren, Nase, Finger und Zehen gefertigt, Arm- und Fußreifen, Halsketten und Schmuck für die Haare. Männer legten Wert auf die Verzierung ihrer Schwerter und ihres Dolches, dem khandjar.

Silber wurde wegen seines Wertes häufig als finanzielle Absicherung verwendet. Da Frauen selbst in Kriegszeiten sicher waren (Raub war ein Tabu), legte man Silber in Form von Schmuck für die Gattin an. Der gefürchtete "böse Blick" sollte durch magische Kräfte abgewendet werden, die man dem Edelmetall zuschrieb. Darüber hinaus erhöhte Silber als Zeichen des Wohlstands Prestige und Ansehen.