In den Oasen am Rand der Wüste finden Wochenmärkte statt.

Der meistbesuchte Freitagsmarkt von Nizwa mit Tierauktion ist der größte und bekannteste Wochenmarkt in Oman, der in der Hauptsaison inzwischen auch etliche Touristen anlockt, die mit gezückten Kameras das urig traditionelle Treiben festhalten.

An sich ist der Markt alles andere als für die Touristen gedacht, werden hier doch vor allem Schafe, Ziegen bis hin zu Rindern per Auktion zum Verkauf angeboten, die sich kaum als Souvenir eignen. Auch wenn es so aussieht, als würden sich die Frauen nicht an der Auktion beteiligen, sondern im Hintergrund warten, so entscheiden doch sie im Endeffekt, ob das betreffende Tier zum ersteigerten Preis den Besitzer wechselt, denn die Kleinviehzucht in Oman ist üblicherweie Frauensache. Männer aus der Familie oder eigens dafür engagierte Verkäufer treiben die Tiere im Kreis solange bis der passende Preis geboten wird. Ein Buchführer schreibt alles in ein Kassenbuch auf, denn ein prozentualer Anteil geht an den Staat und ein Anteil an den Auktionator, der das Tier erfolgreich zum gewünschten Preis an den neuen Besitzer gebracht hat. Der Markt beginnt früh morgens und wer nicht früh kommt, der bekommt garantiert keinen Parkplatz - da am Parkplatz parallel zur Tierauktion einer der größten privaten Gebrauchtwagen - Märkte stattfindet. In der Touristensaison sind die Hotels in Nizwa von Donnerstag auf Freitag schon früh ausgebucht.

Nicht nur in Nizwa gibt es diese Tierauktion, sondern in vielen anderen Orten des Landes. So findet zum Beispiel in Ibri täglich eine Tierauktion statt und wer als Tourist lieber allein unter Einheimischen ist - dem sei das Ausweichen auf andere Orte empfohlen.

Es lohnt sich, Tees, Gewürze, Handarbeiten, Naturkosmetik, Räucherware, auch Kleidung oder Schmuck auf einem der Wochenmärkte zu kaufen, damit werden authentische Souvenirs erworben, die die lokalen Händler*innen unterstützt, man verliert die Rolle aus Zuschauer*in und kommt vielleicht sogar ins Gespräch.

Der Freitagsmarkt in Bahla steht völlig zu unrecht im Schatten von Nizwa. Der neu renovierte alte Souq von Bahla ist wunderschön stimmungsvoll, die tradtionellen Töpfereien lohnen einen Besuch. Erwirbt man eine Kleinigkeit, fördert man das lokale Handwerk und nicht die Herstellung von touristischer Massenware made in China.

Es gibt auch an anderen Orten schöne Wochenmärkte, z. B. in Ibri eine tägliche Tierauktion am Areal bei der Festung, Freitags in Bani Bu Hassan, Donnerstags einen Kamelmarkt in Sinaw, Dienstag einen Beduinenmarkt in Bidiyah, Mittwochs den Frauenmarkt in Ibra, (in einem Teil des Marktes sind wie der Name schon vermuten lässt Männer nicht erwünscht und es wäre schön, wenn dies toleriert wird) wo neben Haushaltsgegenständen und Beauty-Produkten tradtionelle Handarbeiten wie aufwendige Stickereien und handgehäkelte Borten angeboten werden.

Bitte beachten Sie besonders beim Besuch der Märkte, Einheimische, insbesondere Frauen, nicht ohne ausdrücklich erfragte Erlaubnis zu Fotografieren.

Außerdem sollten sich ausländische Besucher*innen dezent kleiden, d. h. keine hautengen Klamotten und wenig nackte Haut zeigen. Das gilt übrigens für beide Geschlechter.

 

  • Maria PoppMaria Popp
  • Karin NowackKarin Nowack

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