Die Lehmfestung von Bahla

Die UNESCO hat die riesige Lehmfestung von Bahla, Hisn Tamah, in die Liste der erhaltenswerten Kulturdenkmäler aufgenommen und fast über 20 Jahre aufwendig restauriert.

Obwohl sie die größte Festung des Landes ist, weiß man sehr wenig über ihre Entstehung. Sicher ist, dass die Festung über viele Jahrhunderte hinweg immer wieder um- und angebaut wurde.

Die ersten Anlagen entstammen vor-islamischer Zeit, die ältesten heute sichtbaren Gemäuer, so auch die nahe gelegene Moschee, aus frühislamischer Zeit.

Wahrscheinlich wurde der heute sichtbare Komplex im 17. Jahrhundert auf den Resten einer älteren persischen Anlage errichtet.

Hisn Tamah, so ihr Name, weist auf den vermutlichen Erbauer Tamah hin. Hisn bedeutet Burg.

Außergewöhnlich sind die hohen Fundamente aus Naturstein; erst in einer Höhe von fünf Metern sind die Mauern aus Lehmziegel gefertigt. Die riesige Festung bildet ein von weitem sichtbares, beeindruckendes Gesamtensemble. Im Inneren befinden sich unzählige Räume und Gemächer.

Bahla wird übrigens von der längsten Stadtmauer des Landes umgeben: Sie erstreckt sich über 13 Kilometer, wurde vor 600 Jahren von einer Frau geplant und auch unter ihrer Leitung erbaut.