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Bildungswesen

Sultan Qaboos‘ erste Priorität nach seinem Amtsantritt 1970 war die Bekämpfung des Analphabetismus, denn es gab damals nur drei Schulen im ganzen Land. Er gab die klare Weisung, dass möglichst viele Kinder zu unterrichten seien, und „wenn auch nur im Schatten eines Baumes“. Bereits in den ersten 5 Monaten seiner Regierungszeit wurden 16 staatliche Grundschulen eingerichtet in denen erstmals auch Mädchen unterrichtet wurden.

Nur fünf Jahre später gab es bereits 262 schulische Einrichtungen, darunter Sekundarschulen und ein Institut zur Ausbildung von Lehrern. Das Schul- und Bildungssystem wurde seitdem immer weiter ausgebaut. Auch für Kinder aus entlegenen Gebieten wird der Transport zur Schule sichergestellt - notfalls mit Hubschraubern. Seit den 1980er Jahren gibt es auch verschiedene Schulen und Ausbildungsstätten für Menschen mit Behinderungen.

Aus den ursprünglich drei Knabenschulen sind inzwischen über 1.500 Einrichtungen geworden, an denen Jungen und Mädchen unterrichtet werden. Das Bildungswesen orientiert sich im allgemeinen am englischen Schulsystem sowie den deutschen Berufsschulen. Daneben gibt es noch Koranschulen, Erwachsenen­bildungs­stätten und Fachschulen.

1986 wurde schließlich die erste Universität eröffnet, die Sultan Qaboos University. Sie war bis zum Jahre 2000 die einzige Universität des Landes. Inzwischen nahmen in Muscat, Sohar, Nizwa und Salalah auch private Universitäten den Betrieb auf. Daneben existieren heute auch eine ganze Reihe von staatlichen und privaten Colleges und Fachhochschulen.
An der Sultan Qaboos University liegt der Frauenanteil mit rund 50 Prozent sehr hoch. Für einige Studiengänge wurde daher dort eine Männerquote eingerichtet. Noch deutlich höher ist der Anteil von Frauen an der German University of Technology, einer Partneruniversität der RWTH Aachen. Er beträgt ca. 80 Prozent.